Für das neue Sportjahr stehen im Jugendfußball einige Veränderungen an.
So gibt es beispielsweise eine durch den Verband vorgegebene Anpassung der Spielfeldgrößen. Insgesamt wurden die Felder verkleinert – mit der Intention, auf engerem Raum mehr Ballkontakte zu generieren. Bei den F-Junioren gibt es zudem eine Anpassung der Spielform: Künftig ist es möglich, an einem Spieltag bis zu 50 Prozent der Spiele auf höhenreduzierten Jugendtoren auszutragen. Diesen Spielmodus haben wir beim FK Etzbach bereits beim StemaCup als Pilotprojekt getestet – mit ausschließlich positiver Resonanz der Kinder.
Auch die E-Junioren dürfen sich über ein neues Ligensystem freuen. Ab der Saison 2026/27 können die Vereine ihre Mannschaften direkt in der gewünschten Spielklasse melden, ohne zuvor eine Qualifikationsrunde absolvieren zu müssen. Zur Auswahl stehen die Kreisoberliga als höchste Spielklasse, die Kreisliga A als zweithöchste Klasse, die Kreisklasse als dritte Spielklasse sowie die 5er-Staffel in Turnierform im Kinderfußball.
Wir haben Sven Nicolussi, Jugendleiter und Trainer der E1, gefragt, wie er diese Änderungen bewertet und in welchen Ligen er seine Mannschaften sieht.
„Ich sehe das im Großen und Ganzen positiv. Wichtig ist, dass die Kinder zum Spielen kommen – nicht nur im Training, sondern auch im Wettkampf. Die Anpassungen mit den Jugendtoren bei der F-Jugend sehe ich absolut positiv, da die Kinder ohnehin gerne auf größere Tore spielen, die Idee des Kleinfeldfußballs jedoch erhalten bleibt. Ob die Verkleinerung der Felder bei der E-Jugend den gewünschten Effekt erzielt, bleibt abzuwarten. Persönlich denke ich, dass es an Tiefenläufen fehlen wird und gerade schnelle Flügelspieler im 7-gegen-7 ihr Tempo nicht optimal ausspielen können, da man gezwungen ist, kompakter zu spielen. Hier spielen aber sicherlich auch die persönliche Präferenz der Trainer sowie die Möglichkeiten innerhalb der Mannschaft eine große Rolle.“
Auf die Meldung der Mannschaften und die Ligeneinteilung angesprochen, äußerte sich Sven durchaus selbstbewusst:
„Wir melden bei den G- und F-Junioren jeweils eine Mannschaft. Unsere E3 wird sich in der Kinderspielform im Turniermodus ausprobieren dürfen um erste Erfahrungen zu sammeln, hier werden vorallem unsere Anfänger und Neulinge spielen dürfen. Die E2 wird in der Kreisklasse spielen, da wir hier eher Spieler haben, die noch Erfahrungen sammeln und sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln sollen. Unsere E1 melden wir bewusst für die Kreisoberliga, weil ich der Meinung bin, dass wir uns dort am besten weiterentwickeln können, wo die größte Herausforderung wartet. Selbst mit dem Wissen, dass der Großteil der Mannschaft aus dem jüngeren Jahrgang 2017 besteht, wollen wir uns dieser Aufgabe stellen, daran wachsen, lernen und uns kontinuierlich verbessern.“
Zum Abschluss stellten wir noch die Frage nach der mittel- bis langfristigen Ausrichtung der Etzbacher Jugendarbeit. Wo soll die Reise künftig hingehen?
„Wir möchten eine attraktive, faire und transparente Alternative zu den großen und etablierten Vereinen der Region werden. Unser Ziel ist es, den Kindern möglichst viele Spielerlebnisse zu ermöglichen und sie kontinuierlich auf ihrem individuellen Leistungsniveau weiterzuentwickeln. Wir hoffen, die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen zu können und uns im Jugendfußball weiter zu etablieren. Am Ende geht es darum, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Sport zu treiben, Freundschaften zu schließen und sich sowohl sportlich als auch menschlich weiterzuentwickeln. Dafür möchten wir die bestmöglichen Rahmenbedingungen schaffen und unseren Beitrag leisten.“
Wir freuen uns auf die kommende Saison und blicken gemeinsam mit unseren Kindern, Eltern und Trainern voller Vorfreude auf eine weitere spannende Reise beim FK Etzbach-Fürthen e.V.

